Gene und Ernährung
In diesem Kapitel erfährst du, wozu Pflanzenforscher, -züchter und Lebensmittelhersteller die Gentechnik anwenden.
Gene zu essen, ist etwas gaz Normales
Eine Umfrage hat gezeigt, dass viele Leute der Meinung sind, nur gentechnisch veränderte Lebensmittel würden Gene enthalten und herkömmliche Lebensmittel seien frei von Genen. Das ist falsch. Praktisch alle unsere Lebensmittel – egal ob pflanzliche wie Salat und Bananen oder tierische wie Fleisch und Eier – enthalten Gene.
Eine Kuh auf der Weide frisst zirka 5 Gramm DNS pro Tag. Wir nehmen pro Tag zirka 1 Gramm DNS mit unserer Nahrung auf.
Was passiert mit den Genen?
Im Magen und im Darm werden die Gene in ihre Bausteine zerlegt. Die Bausteine werden dann entweder zum Aufbau von Körpersubstanzen benötigt oder ausgeschieden.
Du musst dir also keine Sorgen machen, dass du Eigenschaften des Spinats oder des Schweins annimmst, wenn du gerne Spinat oder Kotelett isst oder, anders gesagt, wenn du Spinat-Gene und Schweins-Gene zu dir nimmst.
Alte Ziele und neue Methoden
Die Pflanzenforscher, die heute mit gentechnischen Methoden arbeiten, wollen eigentlich das Gleiche wie die ersten Ackerbauern vor 10000 Jahren: Kulturpflanzen, die ertragreich und widerstandsfähig gegenüber schädlichen Organismen und Unkräutern sowie “Wind und Wetter“ sind.
Nebst dem Schutz der Pflanze und damit der Ernte konzentriert sich die Forschung mehr und mehr auch auf die Verbesserung der Nahrungsmittelqualität, was der Gesundheit des Menschen zugute kommt.

