Lexikoneinträge A-C


A

Adenin, Cytosin, Guanin, Thymin (Abkürzungen: A, C, G, T)

Die vier informativen Bausteine der Gene.

AIDS

Engl. Abkürzung für acquired immune deficiency syndrome = erworbene Immunschwächekrankheit. Aids wird durch das HI-Virus übertragen.

Allele

Eine von mehreren Ausprägungen eines Gens. Für das Gen der Blutgruppe gibt es z.B. drei verschiedene Ausprägungen, die Allele Null, A und B. Es gibt rezessive und dominante Allele.

Allergen

Allergie auslösende Substanz (meistens Eiweiss).

Allergie

Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber körperfremden Substanzen.

Aminosäuren

Bausteine der Eiweisse. Es gibt zwanzig verschiedene Aminosäuren.

Alanin (Ala); Arginin (Arg); Asparaginsäure (Asp); Asparagin (Asn); Cystein (Cys); Glutaminsäure (Glu); Glutamin (Gln); Glycin (Gly); Histidin (His); Isoleucin (Ile); Leucin (Leu); Lysin (Lys); Methionin (Met); Phenylalanin (Phe); Prolin (Pro); Serin (Ser); Threonin (Thr); Tryptophan (Trp); Tyrosin (Tyr); Valin (Val)

Antibiotikum

Substanz, die Mikroorganismen in ihrem Wachstum hemmt oder abtötet.

Antigen

Substanz, die vom Körper als fremd erkannt wird und dadurch eine Immunantwort auslöst.

Antikörper

Eiweisse, die von den B-Zellen des Immunsystems zur Abwehr körperfremder (z.B. Krankheitserreger) oder körpereigener (z.B. Krebszellen) Antigene produziert werden.

Auskreuzung

Die Weitergabe eines Gens von einer Art auf eine andere. Geschieht in der Natur z.B. zwischen Bakterien verschiedener Arten oder bei nahe verwandten Pflanzenarten durch den Pollenflug. Im Zusammenhang mit der Gentechnik spricht man von Auskreuzung, wenn das gentechnisch eingebaute Gen - z.B. ein Resistenzgen gegen Insekten - im Feld auf andere Pflanzen übertragen und in deren Genom eingebaut wird.

Autosomal

Gene, die sich nicht auf einem der Geschlechtschromosomen, sondern auf einem anderen Chromosom (den Autosomen) befinden.

B

Nach oben

Bakterium

Mikroorganismen, die aus einer einzigen Zelle bestehen und keinen Zellkern haben.

Bakteriophagen

Viren, die ausschliesslich Bakterien befallen. In der Gentechnik werden sie häufig als Gen-Taxi verwendet.

Basen

Bezeichnung für die Bausteine der DNS und der RNS.

Basenpaarung

Jeweils zwei der vier Bausteine der DNS passen zueinander und können ein Paar bilden: Adenin und Thymin sowie Cytosin und Guanin. Das Abschreiben der DNS zu RNS beruht auf dem Prinzip der Basenpaarung.

Befruchtung

Vereinigung einer Eizelle mit einer Samenzelle zu einer befruchteten Eizelle.

Biotechnologie

Einsatz von gentechnisch veränderten oder unveränderten Mikroorganismen, Zellen und Enzymen zur Stoffumwandlung und Stoffproduktion.

Biotechnik

Sammelbegriff für Verfahren, bei denen lebende Zellen oder Enzyme zur Stoffumwandlung oder Stoffproduktion eingesetzt werden (z.B. Hefe zur Bierherstellung oder Chymosin zur Käseherstellung).

BSE

Die Bovine Spongiforme Enzephalophathie, eine auf deutsch Rinderwahnsinn genannte Tierkrankheit.

Bt-Mais

Transgene Pflanzen mit einem Gen aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis, aufgrund dessen die Pflanzenzellen ein Insektengift produzieren. Die Pflanzen sind dadurch gegen bestimmte Insektenschädlinge geschützt.

C

Nach oben

Chip, Gen-Chip, DNS-Chip

Liefert Informationen über die Gen-Aktivität einer Zelle durch Aufspüren der Ribonukleinsäuren (RNS). Wird auch Microarray genannt.

Chloroplasten

Die "Energiequellen" der Algen und grünen Pflanzen. Hier wird Sonnenenergie in chemische Energie umgewandelt (Photosynthese). Konkret entsteht aus Kohlendioxid und Wasser mit Hilfe des Sonnenlichtes Zucker und Sauerstoff.

Chromosom

Ein Chromosom besteht aus einem Gerüst von Eiweissen, auf dem ein sehr langer, dünner Faden aufgewickelt ist, der eine Serie von Genen enthält. Die chemische Substanz, aus der die Gene bestehen, heisst Desoxyribonukleinsäure (DNS). Man kann also sagen: Ein Chromosom enthält einen aufgewickelten Gen-Faden, der aus DNS besteht. Eine menschliche Körperzelle besitzt 46 Gen-Fäden, sprich Chromosomen.