Lexikoneinträge S–U
S
Samenzelle
Männliche Geschlechtszelle.
Selektion
Herausfinden eines gentechnisch veränderten Organismus anhand neu eingebrachter Eigenschaften (z.B. Antibiotika-Resistenz bei Bakterien oder Herbizid-Resistenz bei Pflanzenzellen).
Sequenzierung
Methode, mit der die Abfolge der vier Bausteine Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C) eines DNS-Einzelstrangs herausgefunden werden kann (Lesen von DNS).
Somatische Gentherapie
Gen-Übertragung in Körperzellen (Keimzellen ausgenommen) zur Behandlung von Erb- und anderen Krankheiten.
Sry-Gen
Ein Gen auf dem Y-Chromosom, das für die Bestimmung des Geschlechts entscheidend ist.
Stammbaum(-analyse)
Eine Ahnentafel in Form eines Diagramms, die das Auftreten erblicher Merkmale bei Eltern und Kindern über möglichst viele Generationen zeigt.
Stammzellen
Zellen, die zwei besondere Fähigkeiten haben: Sie können sich durch Teilung und Mehrung selbst erneuern; und sie können zu verschiedenen Zelltypen mit unterschiedlichen, spezifischen Funktionen ausreifen, also z.B. zu fertigen Herz-, Muskel- oder Leberzellen.
Startermolekül
Siehe "Primer"
T
Transformation
Natürliche Fähigkeit mancher Bakterien, freie DNS aus der Umgebung aufzunehmen. In der Gentechnik versteht man darunter den Vorgang, bei dem rekombinante DNS von Bakterien oder anderen Zellen aufgenommen wird. Durch Hitze z.B. entstehen Löcher in den Zellwänden von Bakterien, durch die rekombinante Plasmide schlüpfen können.
Transgen
Das Gen, welches mittels Gentechnik neu in einen Organismus eingebracht wurde. Transgene Organismen sind somit gentechnisch veränderte Organismen.
Transkription
Umschreibung von DNS zu RNS. Auf dem Prinzip der Basenpaarung beruhende Synthese von einzelsträngiger RNS, basierend auf der Vorlage doppelsträngiger DNS.
Transkriptionsfaktor
Eine bestimmte Sorte Eiweisse, die an DNS bindet und die Ableserate bestimmter Gene erhöht oder erniedrigt.
Transkriptom
Die Gesamtheit der zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Zelle vorliegenden Ribonukleinsäuren (RNS-Moleküle).
Translation
Umsetzung der Basensequenz der RNS in die Aminosäurenreihenfolge des Proteins. Der Vorgang findet an den Ribosomen statt.
Trisomie 21
Vorliegen eines überzähligen Chromosoms. Am häufigsten ist das dreifache (statt doppelte) Vorliegen des Chromosoms Nummer 21, was zum Down-Syndrom führt. Betroffene Menschen haben eine geistige und teilweise auch körperliche Behinderung.
U
Uracil
Ein Baustein der Gen-Kopien.


